Dienstag, 23. Februar 2010

wurde aber auch Zeit!

hui, ich hab gerade mit Schrecken festgestellt, dass ich ja schon ewig nix mehr geschrieben hab!
Nachdem ich jetzt unmöglich alles erzählen kann, werd ich einfach mal irgendwo anfangen und irgendwo enden und wer sich für die Lücken interessiert, kann mir ja ein e-mail schreiben ;-)

Uni:
Meine Kurse haben ja (jetzt eh schon länger her) begonnen. Generell bin ich geschockt von dem akademischen Level, das die hier alle haben. Ich besuche 2 Bachelor-und 2 Master-Kurse, und was hier in den Bachelor-Kursen gelehrt und verlangt wird, ist wirklich ein völlig andres Niveau als daheim.
Meine Mitstudenten sind sehr nett, wenn auch großteils furchtbar dänisch: Sie kommen nur auf einen zu, wenn sie betrunken sind, aber wenn man sie selbst mal anspricht sind sie äußerst freundlich und hilfsbereit :-)
Außerdem haben sie die angenehme Angewohnheit immer wieder mal für alle (auch für mich!!) Kuchen auf die Uni mitzubringen. Anlass is meistens ein Geburtstag, aber zum Teil passiert das auch völlig grundlos. Daran könnt ich mich gewöhnen ;-)
Naja, von der Uni könnt ich noch lange schwärmen, was ich jetzt aber nicht tun werde, um niemanden daheim zu deprimieren. Nur eines noch abschließend: Die Unis in Graz können sich von der Uni hier echt was abschaun!!

Wir waren auch einen Tag in Kopenhagen, wo wir die Firmen Maersk Oil und Grontmij | Carl Bro besichtigt haben. Das heißt, genaugenommen haben wir uns dort von Raum zu Raum gefressen und uns nebenbei verschiedenste Präsentationen angehört/angeschaut. Wobei das Essen eindeutig im Mittelpunkt stand :-D
Aber an und für sich waren diese Führungen schon interessant. Faszinierend fand ich ja das Thema "Dresscode": Bei Maersk Oil kom irgendwann die Sprache auf die Arbeitskleidung. Die nette Dame von Mearsk hat uns daraufhin verraten, dass der Dresscode seit einigen Jahren doch nicht mehr ganz so streng ist wie zu dem Zeitpunkt, als sie bei der Firma angefangen hat. Es ist den Herren jetzt tatsächlich schon erlaubt, ihr Krawatte zu lockern und das Jacket etwas aufzuknöpfen, wenn sie zum Lunch gehen :-)
Faszinierend waren auch das 3D-Studio (Maersk verwendet eine bessere 3D-Technik als die, die für die Produktion von "Avatar" verwendet wurde - und das schon seit Jahren...) und dass die einzelnen Büros Glaswände hatten, die alle durchgehend mit seismischen Messprofilen bedruckt waren.
Gegen das geschniegelte, blank glänzende Erscheinungsbild von Maersk Oil wirkte Grontmij | Carl Bro fast schon gemütlich. Kein Dresscode, schmale Gänge, echte Wände (nicht aus Glas) und ein sedimentologisches Labor mit ECHTEM Schmutz! Das hat mich schwer beeindruckt. Sowas gäbs bei Maersk nicht :-D
Auch die Werbegeschenke waren besser (u.a. ein USB-stick). Wieder gabs Unmengen zu essen und zu trinken und sogar für die Heimfahrt haben wir noch (exzellente) Sandwiches bekommen. Ein erfolgreicher Ausflug :-)

Naja, die 2 Bachelor-Kurse hab ich mittlerweile nach 3 Wochen Intensivlernen (beide recht positiv) abgeschlossen und damit ein bisschen mehr Freizeit gewonnen :-)
Jetzt hatte ich grad Osterferien, die allerdings diese Woche überraschenderweise schon wieder zu Ende gegangen sind...

Fahrrad: Radfahren in Århus ist großartig, das Rad mit Abstand das beste Transportmittel. Es gibt so gut wie überall Radwege und die Autofahrer sind extrem rücksichtsvoll und vorsichtig. Vermutlich werde ich schon in der ersten Woche daheim in Graz überfahren werden.


Reisen: Ich hab Ende Jänner mit 2 Freundinnen ein Wochenende in Göteborg verbracht.
Es war EXTREM kalt, die Straßen total vereist und plötzlich sind mir Spaziergänger mit Steigeisen an den Schuhen nicht mehr völlig verrückt vorgekommen. Wie es sich anfühlt, sich auf Straßen normal fortzubewegen, haben wir temporär auch vergessen. Wir haben uns von Café zu Geschäft zu Café zu Shoppingcenter bewegt und jeden Augenblick im Inneren eines Gebäudes möglichst lange genossen. Achja und es ist uns alles so extrem billig vorgekommen, herrlich! :-D
Das haben wir auch gleich ausgenützt und uns viele Kaffees und Zimtschnecken (sooo gut!!), Zahnbürsten uns Stiefel gekauft.
riiiieeesige Zimtschnecken mit Chrissi als Größenvergleich


Haben auch den Blick auf die Stadt von einem Hügel aus genossen. Dort war so eine Art Wachturm oder Burg-Rest oder so. War eine nette Aussicht. Das Problem war nur, dass dort der Wind noch stärker und kälter war und man die Handschuhe nicht mal für ein Foto ausziehen konnte. Nachdem wir dann den mörderisch glatten Hügel wieder trotz einiger Stürze heil runtergeschlittert sind haben wir noch das Stadtmuseum besichtigt.
Auf der Fähre gabs extrem gute Tarte.
So, ich denk das war das wichtigste von der Reise. Jetz noch ein paar Bildchen :-)

die Oper


frieren am Abend im Youth Hostel


der Turm


das Eis


Naturhistorisches Museum